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FEBRUAR 2006 / KULTUR
Kukorelly und Tettamanti in Wien
Literarische und graphische Einmischungen
Am 15. Februar 2006, 19.00 Uhr, wird im Vortragssaal des Wiener Collegium Hungaricum eine Ausstellung mit Werken des Graphikers - u.a.
dieser Zeitung -, Béla Tettamanti eröffnet.
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Der freischaffende Grafiker, geboren 1946 in Budapest, arbeitet als Zeichner auch für Ungarns größte Tageszeitung
Népszabadság und als Illustrator zahlreicher Zeitschriften und Buchpublikationen. Seine Werke, überwiegend Tusche- u. Tempera- und Ecorinzeichnungen, sind die eines
Humoristen. Sie sind bitterernst. Gezeichnete Witze, die weinen machen können. Dass die Kunst des Pulitzer-Preisträgers neben der überschäumenden Phantasie
auch auf einer exzellenten Beherrschung des Handwerks beruht, zeigt diese Austellung in einem Querschnitt durch sein grafisches Werk. „Man könnte das, was er da treibt,
mit dem Begriff Karikatur bezeichnen – dann wären allerdings seine Einmischungsversuche in unsere Hirne unterbelichtet.“ so beschrieb der PESTER LLOYD schon
einmal die Wirkung der Karikaturen und Grafiken Béla Tettamantis, die regelmäßig auf den Seiten der deutschsprachigen Zeitung Ungarns zu sehen sind. Die Ausstellung ist bis 17. März geöffnet.
Am selben Tag bereits um 18.00 Uhr liest Endre Kukorelly aus seinem vor kurzem erschienenen und
von Tettamanti illustrierten Kinderbuch Samunadrág (Kalligram, Bratislava/Budapest) auf Ungarisch; György Buda liest zudem deutsche Übersetzungen aus dem Sammelband Ruin/e/n. Die Geschichte der
Zoffjetunion. Im neuen Band von Endre Kukorelly werden Blickwinkel und Ton der populären swedischen Kinderverse lebendig. Diese Tradition wird allerdings von Kukorelly seiner unverwechselbaren Lyrik
angepasst: Ernsthaftigkeit, Charme und Frechheit der Sechsunddreivierteljährigen werden mit seinem eigenartigen Humor und verspielter
Sprache verschmolzen. Samunadrág, ist eines der unterhaltsamsten Bücher der neueren ungarischen Kinderliteratur.
Eine gemeinsame Veranstaltung von Collegium Hungaricum Wien und PESTER LLOYD
Die Ausstellung ist bis zum 17. März zu sehen.
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