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FEBRUAR 2006 / KULTUR
Mitteleuropäisches Theaterkarussell
Vom 14. Februar bis 11. März 2006 in Wien
Während vier Wochen stellen sich im Theater Brett 16 Theater und Theatergruppen
aus Polen, Tschechien, Ungarn und der Slowakei dem österreichischen Publikum vor. Die ausgewählten Produktionen repräsentieren die zeitgenössischen ästhetischen und
künstlerischen Tendenzen in den einzelnen Ländern und bedienen sich darüber hinaus einer „Sprache“ als Ausdrucksmittel, die nicht ausschließlich durch das „gesprochene
Wort“ verstanden werden kann. In einem Rahmenprogramm werden Lesungen, Diskussionsveranstaltungen und, im Foyer des Theaters, eine Ausstellung stattfinden.
Dieses Theaterfestival ist der Auftakt zu dem gleichnamigen Projekt, das in den Folgejahren einen kontinuierlichen kulturellen Austausch gewährleisten soll.
Do, 16. und Fr, 17. Februar, jeweils 20.00 Uhr Ensemble Hólyagcirkusz Csödcsicsergö avagy müvésznö a csúcsponton / Csödcsicsergö oder Künstlerin am
Höhepunkt - Eine mit Arien belastete Komödie nach Werken von Thomas Bernhard, Dezsö Kosztolányi und Sándor Márai
Das Ensemble Hólyagcirkusz rief eine theatralische Form ins Leben, die auf einer eigenartigen
Musikdramaturgie beruht. Es bedient sich grundsätzlich eines nonverbalen Instrumentariums. Seine Produktionen balancieren im Grenzbereich zwischen Kammeroper, Zirkus, musikalischem
Drama und Aktionstheater. Im Stück „Csödcsicsergö” wartet ein Orchester auf seine Sän-gerin, die im allerletzten Augenblick eintrifft. Die Orchester-mitglieder spielen während der
Vorstellung die unwahrschein-lichsten Instrumente – all das gewürzt mit Hasstiraden von Thomas Bernhard.
Sa, 4. März, 20.00 Uhr Ensemble Réka Szabó „Karc“ / „From Scratch“ Freie Ideen für Schauspieler und Tänzer
Die Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin Réka Szabó gilt als anerkannte
Persönlichkeit in der ungarischen zeitgenös-sischen Tanzszene. Als Mitglied verschiedener internationaler Formationen trat sie bereits auch in Wien auf. Ihr
Stück „Karc“ führt sie gemeinsam mit SchauspielerInnen und TänzerInnen auf und sucht dabei nach dem Verhältnis zwischen Text und Bewegung, den Möglichkeiten des abstrakten Theaters.
Do, 9. März, 20.00 Uhr Theater Baltazár „Gondolj rám szívesen“ / „Denk liebevoll an mich“
Das Theater Baltazár, gegründet 1998, ist das einzige profes-sionelle
Theaterensemble in Ungarn mit Mitgliedern, die geistige Behinderungen haben. Als literarische Vorlage für dieses Stück dienten Texte zum Thema Liebe von Menschen
mit intellektueller Behinderung. Die lyrische und zugleich humorvolle Produktion macht auf der Basis der berühmtesten Liebesgeschichte der Weltliteratur, „Romeo
und Julia“, über die elterliche Rolle in einer Situation nachdenklich, in die Eltern geraten können, wenn ihre behinderten Kinder sich verlieben. Die Darsteller des
Theaters Baltazár haben sich allerdings ein glückliches Ende zur Geschichte ausgedacht…
Fr, 10. und Sa, 11. März, jeweils 20.00 Uhr Ensemble Béla Pintér „Parasztopera“/ „Bauernoper“
Aus Wirklichkeit und Traum, Authentischem und Kitsch sowie aus Elementen der
ungarischen Volkskultur wird jene surreale Welt aufgebaut, die das frühe Werk charakterisiert. Das 1998 gegründete Ensemble gilt heute als eine der bedeutendsten
und kreativsten Theaterwerkstätten. Die "Bauernoper“ bearbeitet eine balladenhafte Geschichte in Opernform. Die Musik basiert auf dem bizarren, dennoch homo-genen
Gemisch von siebenbürgisch-ungarischen Volksliedern, Barock und Rock. Im Stück begegnen uns Menschen mit un-glücklichem Schicksal, Leidenschaft und Humor, aber auch Mörder und Perverse...
(Quelle: Theater Brett, Collegium Hungaricum)
Alle Aufführungen finden im Theater Brett, 1060 Wien, Münzwardeingasse 2, statt. www.theaterbrett.at In Zusammenarbeit mit dem Collegium Hungaricum Wien
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