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APRIL 2006 / REISE
Let´s Burgenland
Serafin ante portas - Das Burgenland präsentierte
seine vielfältigen Tourismusangebote bei den Nachbarn in Sopron
Landesrat für Kultur, Helmut Bieler, Landesrätin für Tourismus Michaela Resetar,
Intendant Harald Serafin, vor dem Franz Liszt Veranstaltungszentrum in Sopron, Foto: PL
Daß im Burgenland nicht nur Störche klappern und Winzer keltern, dürfte sich
mittlerweile herumgesprochen haben. Die von Burgenland-Tourismus Mitte März im Franz-Liszt-Veranstaltungszentrum in Sopron organisierte Präsentation hatte aber
nicht nur das Ziel, die weit über Natur-Idylle und Tradition reichenden Reize und diesjährigen Angebote des Burgenlandes vorzustellen. Mit dem Besuch bei den
Nachbarn machte man vor allem auch deutlich, wie wichtig die Ungarn als Kunden und Partner mittlerweile geworden sind.
Nach den Österreichern, Deutschen und Schweizern, bildeten die Gäste aus Ungarn
2005 bereits die viertgrößte Gruppe, und die Zuwächse bewegen sich im zweistelligen Bereich sowohl bei den Ankünften als auch bei den Nächtigungen. In
den ersten Monaten diesen Jahres, hat sich der diesmal gewünschte Magyarenansturm auf das Burgenland sogar mehr als verdoppelt. Überhaupt konnten
die Landesrätin für Tourismus, Michaela Resetar und Landesrat für Kultur, Helmut Bieler, mit 2,5 Mio Nächtigungen im vergangenen Jahr einen neuen Rekord verkünden.
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Diese Dynamik hilft auch der Region Sopron und Westungarn, denn viele Urlauber
machen natürlich Abstecher in die Nachbarregion, Besucher der Seefestspiele Mörbisch übernachten teilweise auf ungarischer Seite. Das Bewußtsein – vor allem
auf ungarischer Seite - für gemeinsame Anstrengungen einer kaum mehr abgrenzbaren Region, – wächst, wie die Anwesenheit vieler ungarischer
Medienvertreter bewies, ist aber auch noch entwickelbar, wie andererseits die Abwesenheit ungarischer Offizieller offenbarte, die sich – trotz Einladung – nicht in
der Lage sahen, die Gäste zumindest zu begrüßen. Immerhin haben sich zwei Regierungsmitglieder aus dem Nachbarland auf den Weg nach Sopron und wirklich
Mühe gemacht, nachbarschaftliche Gemeinsamkeiten zu beleuchten und Koopeartionsperspektiven zu erläutern. Dieses Jahr entstehen auch wieder einige
neue Grenzübergänge, vor allem für Wanderer und Radfahrer interessant, der Neusiedler Seeradweg wird ausgebaut und es entstehen Raststationen für die Pause zwischendurch.
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Was erwartet den Besucher also im Burgenland in der nächsten
Zeit neben Radfahren, Wein, Urlaub am Bauernhof und Wellness noch?
Natürlich die berühmten Seefestspiele in Mörbisch. Der allseits präsente und stets
strahlende Intendant Harald Serafin kam, sozusagen als (Zirkus-)Zugpferd mit ante portas nach Sopron und lud zu seinem und Franz Lehárs „Graf von Luxemburg“ (13.
Juli bis 27. August) ein. Die Seefestspiele, mittlerweile im 49. Jahr, und im 14. unter Serafin sind ein echtes Phänomen. Im letzten Jahr sahen 220.000 Besucher das
Wasserbühnen-Spektakel. Mehr als 37 Mio. EUR Umsatz generieren die Besucher in der Region. Harald Serafin erklärte, bis „mindestens“ 2010 die Leitung
fortzuführen, seine Omnipräsenz und Engagement (neue Festspiel-Zeitschrift: „Let´s Mörbisch“) ist eigentlich unbezahlbar: ein Intendant als Operette und Werbeträger in Personalunion.
Ein weiterer Höhepunkt für den Neusiedler See werden vom 10. bis 20. Mai die ISAF World Sailing Games
darstellen, mehr als 900 Teilnehmer aus 70 Ländern werden erwartet, darunter die weltbesten Segler. Die Orte rund um den See ergänzen das
Sportereignis mit einem Drachenfestival, einer Boots- und Freizeitmesse und einem „Sandland“.
Am 24. und 25. Mai steht wiederum das Weltkulturerbe Neusiedlersee im Zentrum der Aufmerksamkeit. Das
Pannatura-Symposium wird mit hochrangigen Vertretern aus Tourismus, Naturschutz, Medien und Zukunftsforschung eine Plattform für den
gemeinsamen Blick in die Zukunft bilden. Dazu findet auch ein Filmfest statt. Der Schwerpunkt der Filme liegt auf dem Thema Nationalparks und Welterbestätten.
Neben einer ORF-Universum-Retrospektive wird das Filmschaffen von Hans Hass, Meeresforscher und Naturfilm-Pionier, mit einer Hommage gewürdigt. Der 25. Mai
wird als „Tag der Natur“ dem Hauptkapital der Region, nämlich der schützenswerten, unverbauten Umwelt gewidmet sein.
Die diesjährigen Passionsspiele in St. Margarethen, die Schloßspiele in Kobersdorf
, zahlreiche Konzertveranstaltungen bei den Haydn-Tagen in Eisenstadt, der Güssinger Kultursommer, die Vox Pannonica mit dem „Csaterberg“-Musical –
neben den naturgegebenen und historisch gewachsenen Reizen also Gründe genug, das Burgenland zu besuchen, ob als Kurztrip oder für den Jahresurlaub. Let´s Burgenland.
Ausführliche Informationen zu den genannten und zahlreichen weiteren Angeboten,
nebst Reisetipps und günstigen Übernachtungen finden Sie auf: www.burgenland.info
(WLL)
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