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Grenzenloses von Wien bis Budapest

Die Österreich-Seiten des PESTER LLOYD

 MAI 2006 / KULTUR

 

Vielseitige Kulturkontakte

 

Opernstiftung für Esterháza

Österreich und Ungarn sollten sich gemeinsam auf die 200. Wiederkehr des Todestages von Joseph Haydn im Jahre 2009 vorbereiten und das Jubiläum mit grenzüberschreitenden Veranstaltungen begehen. Das hat Kulturminister András Bozóki im Dezember auf einer gemeinsamen Kabinettssitzung vorgeschlagen. Bekanntlich lebte und komponierte Joseph Haydn viele Jahre im Esterházy-Schloss von Fertőd (Eszterháza). Ausländische und ungarische Persönlichkeiten des Musiklebens gründeten unlängst die Internationale Esterházy Opern-Stiftung. Sie hat das Ziel, das einstige Opernhaus des Schlosses, in dem einst Haydn dirigierte, wieder aufzubauen und zu einem Schauplatz für Opern aus dem 17.-18. Jh. zu machen.

 

Wien und Budapest in St. Petersburg

Eine interessante Station der Zusammenarbeit war im vergangenen Winter in St. Petersburg die Eröffnung der Ausstellung über Wien und Budapest um die Jahrhundertwende („Die Zeit des Aufbruchs“). Die Schau, die zuvor in Wien und Budapest durchschlagenden Erfolg hatte, wurde auch in der russischen Metropole mit großem Interesse aufgenommen. Die im Februar geschlossene Schau beendete die ungarischem Kulturwochen in Russland. Die auf die exzellenten Kontakte zwischen den Museen beider Länder basierendem gemeinsamem Ausstellungen und Austausche gehören zu den Höhepunkten der kulturellen Zusammenarbeit.

 

Literaturübersetzungen unterstützt

KulturKontakt und das Österreichische Kulturforum Budapest unterstützen die Übersetzung und Publikation von Werken der österreichischen Literatur. Es wurden u.a. Werke von Musil, Doderer, Bernhard, Ransmayr, Jelinek auf ungarisch veröffentlicht. Auch Schöpfungen von Künstlern wie Hermann Nitsch und Arnulf Rainer konnten aufgrund dieser Förderung in Ungarn erscheinen. KulturKontakt sponsert ebenfalls die Publikation der Arbeiten der zeitgenössischen ungarischen Literatur. Im Wieser-, im Droschl – sowie im Zsolnay-Verlag erscheinen bereits zahlreiche ungarische Werke.

 

Volkshochschulen als Muster

Die Gesellschaft ungarischer Volkshochschulen steht seit Jahren im engen Kontakt mit der österreichischen Partnerorganisation. Ungarische Experten nehmen jährlich an den Erwachsenenbildungskonferenzen in Salzburg teil. Das durch das Wiener Socrates-Büro herausgegebene Handbuch des Projektmanagement dient als Grundlage für die Arbeit ungarischer Volkshochschulen.

 

Mitteleuropäisches Kulturinstitut

Das Budapester Mitteleuropäische Kulturinstitut pflegt rege Kontakte zum von Erhard Busek geleiteten Institut für den Donauraum und Mitteleuropa. Das Budapester Institut organisierte  u.a. eine sehr erfolgreiche Ausstellung über Thomas Bernhard. In Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Kulturforum wurde dort im Vorjahr ein mehrtägiges Musil-Symposion veranstaltet.

 

Dieser Beitrag erscheint im
einem Gemeinschaftsprojekt von PESTER LLOYD
und Ungarischem Außenministerium

 

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