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FEBRUAR 2008 /
KULTUR
Kompromiss in Eisenstadt
Die angekündigte Großsanierung von Schloss Eisenstadt wird zu einem
"kleinen Paket" für das Haydnjahr 2009 zusammengeschmolzen.
Das Burgenland und die Privatstiftung der Esterházy haben nun eine Vereinbarung für die Verlängerung des
Pachtvertrags für das Schloss Esterházy in Eisenstadt bis Ende 2009 unterzeichnet. Vor kurzem kündigte Geschäftsführer und "Vermögensverwalter" Stefan Ottrubay, ein Neffe der
zurückgezogen lebenden Chefin des Hauses, Melinda Esterházy, an, diese Konstruktion überdenken zu wollen, wenn sich das Land nicht im großen Rahmen an der Finanzierung der
gewünschten Restaurierungsmassnahmen beteilige. Nun fand man doch noch einen Kompromiss. Die ursprünglich großen Pläne, betreffend die Stallungen,
den Konzertsaal, Park und Nebengebäude sowie das Schloss selbst wurden nun auf ein "kleines Paket" an Sanierungsmaßnahmen beschränkt, um das
Haydnjahr nicht zu gefährden und es würdig am "Originalschauplatz" begehen zu können. Die vor einigen Monaten angekündigte Errichtung eines Museums
für Moderne Kunst rückt damit erstmal in weitere Ferne und dürfte dann auch allein durch die Esterházy Betriebe oder eine der zahlreichen Stiftungen
bestritten werden. "Nach einigen Sitzungen sind wir zu der Einigung gekommen, von großen Renovierungsarbeiten im Schloss vor dem Haydnjahr
abzusehen, um dieses nicht zu gefährden. Die Planungen für den Umbau im Schloss sollen jedoch weitergeführt werden", erklärte Kulturlandesrat Helmut
Bieler dazu gegenüber der APA. Ob und wie es nach dem Haydnjahr 2009 zwischen Esterhazy und Burgenland weitergeht, ist noch völlig offen.
Konfliktpotenzial vor allem bei Geldfragen ist reichlich vorhanden.
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