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Grenzenloses von Wien bis Budapest

Die Österreich-Seiten des PESTER LLOYD

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KULTUR - FEUILLETON - EUROPABÜHNE - VERANSTALTUNGEN
 

Hochkultur in Niederösterreich
15. Internationale Sommerakademie Prag-Wien-Budapest (isa05) - Meisterkurse, Workshops und Musikfestival 13. – 28. August 2005, Komponist György Kurtág als Gastprofessor, Ehrenschutz durch die Ungarische Botschaft

In der Region Wien-Baden-Semmering im südlichen Niederösterreich werden hoch- talentierten Musikerinnen und Musikern aus aller Welt und besonders aus dem zentraleuropäischen Raum Meisterkurse und Workshops auf höchstem internationalen Niveau angeboten. Die ca. 35 Konzerte des Musikfestivals präsentieren die Ergebnisse der Arbeit

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Stippvisite
Zwanzig Ungarn auf Wiener „Podium“
Texte von 20 ungarischen Schriftstellern in deutscher Übersetzung, sehr namhaften wie unbekannteren, präsentiert die renommierte Wiener Literaturzeitschrift „Podium“ in ihrer neuesten Ausgabe. (...) Initiator und Übersetzer, György Buda, berichtet in seinem Vorwort von der Faszination, welche die Möglichkeiten der ungarischen Sprache in der Übersetzung ausübt und freut sich über eine Gunst, die ihm wohl nur einmal im Leben zu Teil werden wird...      GANZER BEITRAG

 

 

Gib´mir die Kugel, Mozart!
Oder Figaro bleibt im Probenraum und der Graf bekommt Susanna
Kleines Vorwort zum Wiener Mozartjahr 2006
(...) Die betuchten Operngänger werden im feinen Opernhaus bleiben, die Off-Theaterszene bleibt in ihren Höhlen und Kanälen, die Wissenschaft wird sich in ihren Auditorien verplappern und verzetteln und die Touristen bekommen natürlich ihre eigenen bezopften Feiernäpfe hingestellt ...
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Unaussprechlich und fern
Mozarts „Lucio Silla“-Produktion unter Harnoncourt/Guth
bei den Wiener Festwochen gab einen ermutigenden Ausblick auf das Mozartjahr 2006, obwohl sie einem doppelten Trugschluß aufsaß.  
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Der Steppenwolf als Straßenköter
Hermann Hesses „Steppenwolf“ in einer Bühnenbearbeitung am Wiener Burgtheater, Uraufführung (29.3.2005)
Vielleicht ist Straßenköter der falsche Begriff. Hans Haller, Held und Antiheld, Mensch und Steppenwolf, mutierte auf der Bühne des Burgtheaters eher zu einer Promenadenmischung. Man ahnt wohl Vater und Mutter der Töle, allein so sicher ob seiner Herkunft ist man sich nicht.
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Aus Wiener Theatern (3/2005)

(1) Der Fehler bin ich oder „Adieu, mein lieber Todespilot“
Die Jelineks erklären uns die Welt / Uraufführung von Elfriede Jelineks „Babel“ am Akademietheater Wien GANZER BEITRAG

(2) Hamlet ungeschminkt
Árpád Schillings „Hamlet 3“ am Burgtheater im Kasino kommt mit dem Substrat der Schauspielkunst aus  GANZER BEITRAG

(3) K+K Musikantenstadl / mit Paprika
In Kálmáns „Csárdásfürstin“ an der Volksoper stinkt die süße Operettenwelt manchmal nach dem Fusel der Wirklichkeit - Volksoperndebüt von Tünde Frankó GANZER BEITRAG

(4) Barocke Zelebralfalle
In Blows „Venus und Adonis“ an der Wiener Kammeroper siegte mal wieder der Firlefanz über das Theater GANZER BEITRAG

 

 

Türkisches Fahnenmeer
Feridun Zaimoglu provoziert mit seiner „dritten Türkenbelagerung“ die Wiener Freiheitlichen

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Die gezähmte Avantgarde - Postillusionism
Das Wiener Wittgensteinhaus zeigt Werke von vier jungen ungarischen Künstlern
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Aus Wiener Theatern (2/2005) (1)
Vorletztes Abendmahl
Gerhart Hauptmanns Erstling „Vor Sonnenaufgang“ am Burgtheater

„Wohlstand in Gefahr“, so heisst die Trilogie, die durch Hauptmanns revolutionären Erstling in einer sehr freien, doch gewinnenden Textbearbeitung eröffnet wird. Ein geschickter Name, denn wenn es ans Geld geht, wird der Wiener nervös. Es ist dies scheinbar der endgültige Triumph des Regietheaters, im Wiener Burgtheater nicht nur die Stücke frei sezieren zu dürfen, sondern sie auch noch zu lustigen Sträussen zu binden, zu dramaturgischen Clustern zu formen.   GANZER BEITRAG

 

Aus Wiener Theatern (2)
Lauwarme Frittatensuppe
Thomas Bernhards „Theatermacher“ am Volkstheater

Thomas Bernhard ging in Österreich den Weg der meisten Sterblichen, die über ihr Land hinausgewachsen sind. Er wurde halbwegs zwischen Vereinnahmung und Verunglimpfung vom künstlerisch handelnden Subjekt zum Objekt der Interpretation und so allmählich auf das Niveau seiner einstigen Zielscheiben, fast bis zur Folklore zurückgeschnitten. GANZER BEITRAG

 

Ohne Sinnlichkeit stirbt die Oper
oder “Nicht einmal das weiß man in Wien!”

Foto: Wiener StaatsoperIm PESTER LLOYD-Interview mit dem Direktor der Wiener Staatsoper, Ioan Holender, einem aufgeräumten, direkten und verschmitzt ironischen Hausherrn, erfahren wir, dass er eigentlich gar nicht, Regisseure hingegen viel zu wichtig sind, welche Rolle die Dreifaltigkeit für den Theaterbetrieb spielt und warum Angela Merkel Opern inszenieren sollte, nur nicht bei ihm. Natürlich erfahren wir auch, warum die Wiener Oper das ist, was sie ist und lernen in ihrem Direktor einen Kultumanager und  Theaterenthusiasten des produktiven Eigensinns kennen.

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Auf der Jagd nach dem Besonderen
Haydn musste in den Käfig und der Wiener Fleischmarkt wird zur Avenue X: Die Wiener Kammeroper - das lebendige Erbe des Hans Gabor aus Budapest /
“Wir wollen kein Stadttheaterprogramm machen“, verkündet vehement Holger Bleck, Direktor der Wiener Kammeroper auf unsere Frage, wie man sich zwischen solch etablierten Häusern wie der Volks- und der Staatsoper behaupten könne  
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“In Frieden zu ruhen, paßt nicht zu Dir...”

Persönliche Erinnerungen an Marika Rökk
Von Georg Köváry
Sie war ein typisch ungarisches Temperamentbündel. Ein Sprechtalent, das ein Leben lang aufpaßte, ihren magyarischen Akzent nicht zu verlieren. Eine seltene Allroundbegabung...  
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Das nackte Publikum
Aus Anlass der Haydn Festspiele im Herbst diesen Jahres im burgenländischen Eisenstadt hatte der PESTER LLOYD Gelegenheit mit dem renommierten Dirigenten des Österreichisch-Ungarisches Haydn Orchester Adam Fischer Gespräch zu führen
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Mit welchem Gelde?
Der Verein CEE Musiktheater wurde in Wien gegründet: tätige Nothilfe an 9
osteuropäischen Opernhäusern – aber kein Mädchen aus dem Goldenen Westen für Budapest
(WLL 11/2004) Es ist echte Nothilfe, die der Verein Central and Eastern European Musiktheater (CEE Musiktheater) in Wien am Beginn seiner Tätigkeit leistet. Die Initatoren: der Kulturstaatssekräter Österreichs Franz Morak, die Kulturstiftung der Deutschen Bank sowie Ioan Holender für die Wiener Staatsoper, dem Temesvár aus biographischen Gründen natürlich besonders am Herzen liegt, verkündeten die Vereinsgründung kürzlich im Wiener Café Landtmann der Öffentlichkeit mit gleichzeitiger Überreichung eines Hornes nach Tirana. Wir erfahren unverwundert, daß dieses Blechblasinsturment das “Lieblingsinstrument” des Herrn Staatssekräters ist.
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Lügen ohne Lügner?
Peter Stiegnitz, Begründer der Mentiologie, präsentiert sein neuestes Buch in Wien
Ausgerechnet im Gebäude der österreichischen Beamtenversicherung in Wien päsentierte der Budapest-Wiener-Autor Peter Stiegnitz am 21. Oktober sein neues Buch: “Die großen Lügen der kleinen Politiker“ – ein irrwitziger sozio-polemischer Parforceritt durch die Welt der Lüge, nicht nur in Österreich 
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Elfriede Biolek
Gedächtnis wie ein Dieb
Im Auto erfuhr ich davon. Im Budapester Dauerstau. Der Nobelpreis für Literatur gehe in diesem Jahr an den Österreicher Alfred Jelinek. Da war sich der ungarische Sender sofort sicher. Brav wurden seine wichtigsten Werke aufgezählt
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Ungarin portraitiert Wien
Aus der und über die Kaiserstadt
Sie versteht ihr Metier hervorragend und sie kennt Wien “wie ihre Westentasche“, wenn Frauen überhaupt eine Weste tragen würden. “Sie“ heißt Julia Szászi und arbeitet seit vielen Jahren in Wien als Auslandskorrespondentin; gegenwärtig für die Budapester Tageszeitung Népszabadság 
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Ruf in den Wald
Ostrowskijs “Der Wald“ unter ungarischer Leitung im Burgtheater Wien
Das alte Sprichwort kennen auch die jüngsten Besucher des Wiener Burgtheaters: “Wie man in den Wald ruft, so tönt es aus ihm heraus…“ Diesmal erhallte der Ruf aus ungarischen Kehlen... 
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Sirene der Adria
Gábor Görgey stellt sich im Wiener Collegium Hungaricum vor

Bis 2003 war Gábor Görgey Kulturminister Ungarns. Seitdem ist er wieder, was er immer war: Schriftsteller, Romancier und Dramatiker. “Ein besonderer Kristall im bunten Kaleidoskop der ungarischen Literatur“, wie der Kollege Imre Kertész meint... GANZER BEITRAG

 

Verbotenes im Metro Kino
Ungarische Filme in Wien / Von Georg Kövary

Als Wien und ich einander im Jahre 1956 näher kennenlernen durften, sah in meiner Umgebung das für mich schönste Naturambiente, die Kinolandschaft folgendermaßen aus: es gab mehr als 100 Lichtspieltheater, darunter einige Premierenkinos und massenhaft kleine, beengte, stickige Kintopps. Es dauerte eine Weile, dann begann das große Kinosterben. Von plötzlichem Tod keine Rede; das Dahinsiechen spielte sich in zwei Etappen ab. “Das kleine Kino um die Ecke” wurde zuerst vom Fernsehen dezimiert, welches das “Kleine Kino im Bette” anbot. Das zweite Kapitel vom Untergang des Altbestandes schrieben die neugebauten Multiplex- Filmpaläste. GANZER BEITRAG

 

Alles bleibt beim Neuen
Österreich bleibt bei der neuen Rechtschreibung
Was meinen wir eigentlich, wenn wir über neue Regeln der Schreibung sprechen? Ist es der einfache grammatische Regelvorrat zum Zwecke der Verständigung oder mehr ein kulturelles Kapital, das es zu verteidigen gilt? Die Hochkultur in Deutschland scheint sich als goßer Bewahrer profilieren zu wollen und sichert ihre Reservate mit leider schwachen Argumenten wie: Alles soll so bleiben, wie es ist. In Österreich eilte die auflagenstärkste Kronenzeitung mit der Forderung der Mehrheitsösterreicher herbei, dass Schluss sein soll mit neuer Rechtschreibung. Wie sie das so schnell erhoben hat, gab sie nicht bekannt.
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Die blutleeren Wiener Kaffeehäuser
Von Tibor Déry (1920)
Ins klappernde Gefolge meiner kleinen Toten, die so sehr an mein Herz gewachsen sind, haben sich die lieben Lehrmeister und politischen Berater meines zweiten Wiener Aufenthaltes im Jahre 1934 eingereiht: das Ehepaar Frischauf. (...) - Das Ehepaar Frischauf spielt eine kurze, jedoch keine unbedeutende Rolle in meinem Leben. Der Mann ist groß, mager, knochig, hat eine große krumme Nase und trägt vielleicht eine Brille. Er macht einen nervösen Eindruck, und ich meine mich zu erinnern, dass er einen Sprachfehler hat, er stottert oder haspelt.
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Donau-Kunstprojekt im Wiener Museumsquartier
“The Danube Streaming Show“ zeigt künstlerische Souvenirs
2.850 Kilometer – das ist die Länge der Donau, des längsten Flusses in Europa, der gleichzeitig als einziger größerer von Westen nach Osten fließt. Auf dem Weg von Donaueschingen im deutschen Schwarzwald bis ins Schwarze Meer fließt sie durch insgesamt zehn Länder und passiert dabei unter anderem Wien und Budapest.
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Haydn und Bach
Internationale Haydntage 2004 in Eisenstadt
Wenn am 9. September 2004 die Internationalen Haydntage auf Schloss Esterházy in Eisenstadt eröffnet werden, stehen in elf Tagen zwei herausragende Musikerfamilien im Mittelpunkt des spätsommerlichen Festivals: die Musikerfamilien Haydn und Bach.
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“Korrumpierte Künstler“
Über die kritische Eröffnungsrede der Salzburger Festspiele
des István Szabo
Szabo Pista – man verzeihe mir diese persönliche Vornamen-Form, aber wir haben einst gemeinsam im Toldy-Gymnasium maturiert, von anderen Gemeinsamkeiten ganz zu schweigen – weiß, was er zu sagen, zu tun, zu kritisieren hat. Und er ist mutig. Der Oscar-Preisträger, der die heurige Eröffnungsrede bei den Salzburger Festspielen hielt, hat meines Wissens nur ein einziges Mal eine Regieaufgabe nicht übernommen.
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Historiker neuer Chef des
Wiener Collegium Hungaricum
Dr. Zoltán Fónagy wurde im Rahmen eines Ausschreibens zum neuen Direktor des Wiener Collegium Hungaricum bestellt.
Der 42-jährige Historiker war bereits seit Anfang 2003 Wissenschaftlicher Direktor und Stellvertretender Leiter eines der wichtigsten ausländischen Kulturinstitute des Landes.
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Wien sucht Budapest
Neue “Kleider“ für alte Identitäten
Von Prof. Dr. Peter Stiegnitz, Wien
Es nützt nichts. Die Ungarn können tun, was sie wollen, sie werden in Österreich immer geschätzt – und vielleicht auch geliebt. Warum das so ist, das wissen nur die “Seelenkundler“. Österreich sucht sich selbst und findet sich – überall; nur nicht unter der, vor allem für Ungarn selbstverständlichen Etikettierung “Nation“.
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Die Jugend macht’s vor
Ein besonderes “Willkommen” für die neuen EU-Mitglieder in Wien
Dass Europa mehr aus Menschen denn aus Parlamentssitzen besteht, war die wohltuendste Erkenntnis eines weiteren und doch besonderen “Welcome to the Union”, das sich vorige Woche in Wien abspielte. Das Wiener Musikseminar lud ins Konzerthaus zu einem Galakonzert unter obigem Titel, das ausschließlich von Solisten aus den zehn neuen Beitrittsländern bestritten wurde.
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Feuilleton
Wien und Budapest
Keine Städte, die gegensätzlicher wären
Von Dezső Kosztolányi (1930)
Man spricht über die Freundschaft zwischen Wien und Budapest? Ich kenne keine Städte, die gegensätzlicher wären. Sobald wir in Wien in die Straßenbahn steigen, erfahren wir, warum. Diese Menschen sind naiv; die Frauen verträumt, die Männer blond und stupsnäsig. Ich kann diesem meinem Eindruck nicht entfliehen. Budapest ist eine schwarze Stadt. Wien ist blond.
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