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Josefs Städte Die Budapester präsentiert sich in der Wiener Josefstadt
Unter dem mehr als abgenutzten Titel „Impressionen“ präsentiert sich die
Budapester Josefstadt im Bezirksmuseum ihres Zwillingsstadtteils. Wieder ab 1. September bis 9. Oktober kann man fotografische und stadtdokumentarische Ausstellungsstücke
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Maskulines Ungarn in der Wiener Herrengasse
20 ungarische Maler im Foyer der Wirtschaftskammer Niederösterreich / Der
Kulturclub Lilienfeld-Ungarn zeigt ein repräsentative Ausstellung. Obwohl offensichtlich keine Künstlerin zu finden war, sind die Frauen doch
häufiges, immerhin aktives Objekt auf den präsentierten Gemälden, Collagen und als wohlgeformte Gips-Büste „Schwarz-weiß” vertreten. Ansonsten
präsentieren sich die Herren der Staffelei in der Herrengasse 10... GANZER BEITRAG
Von Wien bis Eisenstadt oder: Operette sich wer kann
Vorschau auf den Kultursommer 2005 - eine Auswahl GANZER BEITRAG
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Pécs in Bécs
Das Komitat Baranya präsentiert sich im Mai und Juni
in einem wahren Festival in Wien / „Südungarn zu Gast in Wien“
Mit einer Fülle von Veranstaltungen präsentiert sich die südliche Region um Pécs und dem Komitat
Baranya im Mai und Juni den Wienern. Dabei soll vor allem die Vielfalt dieser mediterran anmutenden Gegend dargestellt werden. Die bewegte Geschichte ebenso wie die reizvollen
Landschaften, das historische wie kulturelle Erbe, aber auch die neuen Möglichkeiten des Tourismus. Ziel: mehr Österreicher in den Urlaub nach Südpannonien zu locken. Mehr als 300
Reisebüros des Nachbarlandes bieten bereits Urlaubs-, Pauschal- Kulturreisen nach Ungarn an, jetzt ist es an den Urlaubsgebieten, ihre Vorzüge den Österreichern zu präsentieren.
Informationen: www.ungarn-tourismus.at
oder direkt beim Collegium Hungaricum Wien
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Familientresor geöffnet
Die Esterházy Schatzkammer auf Burg Forchtenstein ist erstmals öffentlich zugänglich
2005 steht die historische Kunst- und Wunderkammer der Familie Esterházy im Mittelpunkt auf
Burg Forchtenstein. Erstmals können die historischen Räume der Schatzkammer aus der 2. Hälfte des 17.Jahrhunderts besichtigt werden. Die Schatzkammer ist die einzige noch als originales
räumliches Ensemble erhaltene Kunst- und Wunderkammer Europas.
Die ehemals unbezwingbare Burg – selbst in den stürmischen Zeiten der Türkenbedrohung konnte
sie nicht eingenommen werden– diente lange Zeit als Tresor der Familie Esterházy. Hier wurden und werden alle wertvollen Objekte der Familie aufbewahrt. Tief im Inneren der Burg verbirgt
sich die durch komplizierte Sperrmechanismen geschützte Schatzkammer der Familie. Sie wurde Ende des 17. Jh. von Paul I. Fürst Esterházy erbaut; hier wurde alles verwahrt, das kostbar oder
kurios erschien.
Die barocke Kunstkammer der Familie Esterházy ist eine kunst- und kulturhistorische Rarität; sie
ist die einzige noch an ihrem Originalstandort und in ihrer ursprünglichen Systematik erhaltene Kunst- und Wunderkammer Europas. Die Exponate reichen von Kuriositäten wie exotischen
Tierpräparaten bis hin zu wertvollen Silberarbeiten und Uhren und demonstrieren eindrucksvoll das Selbstverständnis und den Machtanspruch der Fürsten im 17. Jahrhundert.
In diesem Jahr wird die Esterházy Schatzkammer erstmals in ihrer fast 400jährigen Geschichte
der Öffentlichkeit präsentiert.
Informationen: www.esterhazy.at
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Die gezähmte Avantgarde
Das Wiener Wittgensteinhaus zeigt Werke von vier jungen ungarischen Künstlern
„Postillusionism“ lautet der Titel der Schau im Haus Wittgenstein im 3. Wiener Bezirk, die am
15. März eröffnet wurde. Vielleicht wäre „Autodesillusionierung“ treffender gewesen. Denn die Werke von László László Révész, Donát Márk Csáky, Balázs Csepregi und János Korodi,
Holzskulpturen und Gemälde, sind gleichzeitig Eingeständnis und Abwendung, Richtungsänderung und -suche in einer zunehmend formloseren Kunstwelt, als Spiegel einer ebenso scheinbar
richtungs- wie formlosen Welt. Und so geben sich Landschaftsbilder, Post-Popart und Pseudo-Expressionissmus in der Malerei ein Stelldichein mit der guten alten Geometrie der
Plastik. Nun gut, was ein überdimensionierter Kleiderbügel mit dem „Verrutschen der persönlichen Perspektive im politisch-historischen Prozess“ zu tun hat, wie in der Kuratio des
Falter-Stadtmagazin-Chefredakteurs, Christian Ziller, benannt, bleibt ein Geheimnis dieser Zunft. „Sie nehmen uns unsere großen Illusionen – die ein Misanthrop schlicht als Vorurteile denunzieren
könnte – und stellen uns kleine Bilder, Videos und Skulpturen hin“, man möchte ergänzen, wie wir sie schon einmal sahen, als das Haus in dem sie ausgestellt werden, gebaut wurde. 1926 nämlich,
damals wären sie vielleicht revolutionär gewesen, heute sind sie Geschmackssache, fast retrospektiv, obwohl gerade erst entstanden und wirken doch fast seltsam altmodisch, wie das
fröhliche Fest einer endgültig gezähmten Avantgarde in diesem Bauhaus-Hausbau des Kunstmäzens Wittgenstein, dass sonst die bulgarische Botschaft beherbergt und mit den Ungarn
durch Unterstützung des Collegium hungaricum seinen und unseren Horizont erweitert. M.S., Foto: WLL
Haus Wittgenstein 1030 Wien, Parkgasse 18 bis 28. März 2005 Öffnungszeiten Mo-Fr 9-17 Uhr
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Wien, wie es sank, klang und siegte Das Wien-Museum mit einer ernüchternden Liebeserklärung
Was man liebt, liebt man so wie es ist oder gar nicht! Das Wien-Museum wird seiner Rolle mehr
als gerecht, indem es seit dem 25. November bis zum 28.3.2005 im schönen Künstlerhaus am Karlsplatz , gegenüber dem eigenen Domizil in Wien seine wohl wienerischste Schau widmet. Der Titel ist Programm
“Alt-Wien, die Stadt, die niemals war“. Den meisten Besuchern werden Realitäten vorgeführt, so krass, daß sie meinen, nicht richtig zu sehen oder zu verstehen, daß so
etwas hier stattfand. Dem stehen die süßen Bilder in den Köpfen, den Kunst- und Kitschklischées gegenüber und alles wird verwoben zu einer einzigartigen Richtigstellung dieser gerade durch ihre
Widersprüchlichkeit so anziehenden Metropole. Gezeigt wird Wiens als Hauptstadt Innerösterreichs und auch der Habsburgmonarchie, die sich ständig produzierte und neu
darstellen wollte. Der über Jahrzehnte schmerzende Abriß ganzer Viertel im 19. Jahrhundert, das Schleifen der Bastionen, die gegen die Türken gehalten hatten, um Ringstraßen mit
Luxusquartieren für die betuchten Bürger zu bekommen wie in Paris, zeigt die Kultur- und Geschichtslosigkeit des Geldes. Da war es egal, daß Renaissancehöfe und gotische Hausteile den
Neureichen weichen mußten. Das führte zu einem bewußt erzeugten und gleichzeitig bereitwillig aufgenommen Rücksehnen nach dem alten Wien. So finden sich malerische “Dokumentationen“
aus der Abrißzeit, Stadtbaupläne, neben Fotos aus der Jahrhundertwende, idyllische Genrebilder aus der Schubertiade, die das Biedermeyer zur Dreimäderlhaus-Operette verklärte und unendlich
viel Gegenständliches. Viele Bilder könnten von Zille stammen und offenbaren neben dem Bild vom Schrammlglück und der Heurigen-Demokratie, krasses Elend des Ratzenstadl der aus ihren
Quartieren vertriebenen einfachen Leut‘. Der Wiener Film der 30er Jahre, Tourismuswerbung und das Ende von Alt-Wien in der Diktatur zeigen die Funktion, die die Nostalgie nun mal hat. Die
Ausstellung darf und soll im Kontex mit der Hans Moser-Ausstellung im Theatermuseum neben der Albertina und der 70 Filme umfassenden Moser-Retrospektive im Metro-Kino gesehen werden, die
über die Feitage läuft. Genießen Sie die Aktualisierung ihres Wien-Bildes und bringen Sie Zeit mit zu schauen im Sinne von Karl Kraus an die Herren Ästheten: ‚Meine Herren, eine
niederschmetternde Erkenntnis, auch Alt-Wien war einmal neu!“
E. Figura
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Die neuen Zehn
Künstlerhaus Wien, Karlsplatz 5 Bis 16. Januar 2005 täglich 10-18, Do bis 20 Uhr, Montag geschlossen
“Europa ist mehr als nur ein Markt. Es ist ein Ort sozialer Interaktion und kulturellen Reichtums.“
- Aktuelle Arbeiten von zwanzig Künstlern aus den zehn neuen EU-Mitgliedstaaten präsentiert das Wiener Künstlerhaus in der Schau «The New Ten», die bis 16. Januar zu sehen ist. Man habe
«nicht repräsentative, sondern herausragende Künstler» ausgewählt, beschreibt Künstlerhaus-Präsident Manfred Nehrer das Konzept. Die Auswahl reicht von Viktor Bernik aus
Slowenien über die Gruppe “Famous Five“ aus Lettland bis Ivan Kafka aus Tschechien. Die aus Lettland stammende Kuratorin Raminta Jurenaite sieht als gemeinsames Element vieler Arbeiten
die Ironie, “mit der wir die Geschichte überstanden haben“. Die Ausstellung mit insgesamt 50 Werken zeigt Installationen, Videos und Skulpturen ebenso wie Malerei.
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Ungarn-Woche auf Radio Ö1
Unter dem Titel “Nebenan – Erkundungen in Österreichs Nachbarschaft” bringt der
österreichische Rundfunksender Ö1 in der Woche vom 22. bis 28. November eingebettet in sein laufendes Programm einen umfangreichen Länderschwerpunkt Ungarn. Sowohl der Umfang als
auch die Themenvielfalt deuten auf die wohl massgeblichste mediale Behandlung des Nachbarn seit des EU-Beitritts hin. Im “Radiokolleg” (täglich ausser freitags 9.05 Uhr, Wdh. 22.15 Uhr) und
“Kulturjournal” (täglich 16.30 Uhr) stehen unter dem Motto “Alte Verhältnisse und neue Tatsachen – Ungarn jenseits der Klischees”, aktuelle Themen, Gespräche und Beiträge aus
Gesellschaft und Kultur auf dem Plan. Herum gruppieren sich vielfältige Themenfeatures, die auch Kontroverses nicht aussparen werden, wie “Ex-Dissidenten gegen Ex-Kommunisten – über
Ungarns polarisierte Parteienlandschaft” (Montag, 22.11., 18.25 Uhr) oder “Ungarns Wirtschaft: Vom Musterschüler zum Schuldenkaiser” (26.11., 9.45 Uhr), die u.a. vom Budapester
Korrespondenten des ORF, Mag. Ernst Gelegs, also aus erster Hand, gestaltet werden. Daneben erwarten den Hörer auch zahlreiche kulturelle O-Töne von einst und jetzt, sei es ein Beitrag über
“Das Land der Dirigenten” (24.11., 13.00 Uhr) oder eine ungarische Jazznight sowie ein Portrait der gerade eine Renaissance erlebenden Werke Sándor Marais.
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