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Treffen der Innenminister in Graz  >>>

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Werk in Ungarn eröffnet  >>>

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Förderung für das Hunyadi-Zentrum in NÖ
FPÖ fordert "Wiener Wirtschaftsbüros" in Osteuropa
Citibank bietet ein Zertifikat aus 26 Bluechips aus Polen, Tschechien und Ungarn
Getreidelager laufen über
Mitteleuropäische Biomassekonferenz
Kunsthalle Krems 2005 mit Vásárely-Ausstellung

Österreichisches Know-how für Schienenverbindung
Gespräch über Minderheiten und Menschenrechte
Apotheken in Osteuropa nur für Ausländer billiger
Salzburger Möbel, in Ungarn produziert
Eine Million Euro zur Ausbildung für die Ostmärkte

Neues Werk der SW Umwelttechnik
Wirtschaftsbeziehungen Wien – Osteuropa
Großer Erfolg für NÖ-Wirtschaftsagenturen
Zwei Millionen Euro für Forschungskooperationen
ACCEDO in Ungarn und der Slowakei
Wie kommt man an die Fördertöpfe?

Innovationspreis 2005 des EUREGIOforum ausgelobt
Wirtschaftskammer Niederösterreich vergab
EU-Erweiterungs-Award
Rechtsschutzabkommen zwischen ÖGB und ungarischen Gewerkschaften

 

69.876 Euro für das Hunyadi-Zentrum für Europa- und Sicherheitspolitik

„Wir in Niederösterreich wollen durch die enge Zusammenarbeit mit unseren neuen Nachbarn die Chancen eines erweiterten Europas optimal nützen. Initiativen wie das Projekt `Hunyadi-Zentrum für Europa- und Sicherheitspolitik´ sind dabei wertvolle Bausteine einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Das Land Niederösterreich fördert daher die gemeinsame Europa- und Sicherheitspolitik des Hunyadi-Zentrums mit einer Unterstützung in
der Höhe von 69.876 Euro“ erklärte vorige Woche der Europasprecher der ÖVP Niederösterreich, Karl Wilfing. Im Rahmen dieses Projektes haben das Österreichische Institut für Europäische Sicherheitspolitik und die Századvég-Stiftung aus Ungarn ein  Netzwerk auf dem Gebiet der europa- und sicherheitspolitischen Forschung und Bildung aufgebaut. Ziel ist es unter anderem, in der breiten Öffentlichkeit das Verständnis für Europafragen zu fördern. Der regelmäßige und intensive Austausch von Informationen spielt dabei ebenso eine wichtige Rolle wie die Umsetzung eines gemeinsamen Bildungsprogrammes. Die Fördermittel stammen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).

 

 

FPÖ fordert "Wiener Wirtschaftsbüros" in Osteuropa

Der Wirtschaftssprecher der FPÖ-Wien Stadtrat DDr. Eduard Schock fordert eine Exportoffensive Wiens in die Mittel- und Osteuropäischen Länder. Die Stadt Wien ist wirtschaftlich mit dem Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF) zwar in Tokio und Hongkong präsent, in den Mittel- und Osteuropäischen Ländern jedoch sehr wenig vertreten. Dabei ist dort das Wirtschaftswachstum doppelt so hoch wie in Westeuropa, macht Schock aufmerksam. Daher fordert er die Einrichtung von "Wiener Wirtschaftsbüros" in Städten wie Pressburg, Prag, Budapest, Sarajevo, Zagreb, Laibach, Belgrad, Bukarest, Sofia, Krakau und Warschau. Diese sollen von der Stadt Wien, der Wiener Wirtschaftkammer und der Industriellenvereinigung gemeinsam betrieben werden. Die bestehenden Wien-Büros haben eher kommunikativen statt wirtschaftlichen Charakter. Die FPÖ will echte Wirtschaftsrepräsentanzen für Wien, um insbesondere Klein- und Mittelbetrieben Chancen zu eröffnen. In Moskau, Minsk und Kiew sind ebenfalls derartige Büros notwendig.

 

 

Citibank bietet ein Zertifikat aus 26 Bluechips
aus Polen, Tschechien und Ungarn

Das Osteuropa Protect Zertifikat von Allegro Investment Corporation S.A.zeichnen. Der erste Emissionstag ist der 8. März 2005, die Laufzeit liegt bei fünf Jahren. Zeichnungsfrist ist bis zum 4. März. Die Mindestanlage beträgt 1.000 Euro. Das Zertifikat mit 100% Kapitalschutz zum Laufzeitende partizipiert zu 75% an der durchschnittlichen Kursentwicklung des CECE Composite Index EUR. Hierin sind 26 Blue Chip Unternehmen aus den Ländern Polen, Ungarn und Tschechien enthalten. Die Wiener Börse ermittelt die Zusammenstellung des Index anhand von objektiven Kriterien wie Börsenkapitalisierung sowie Liquidität und berechnet den Index in Euro. Derzeit sind hierin zehn polnische Werte mit einem Anteil von rund 43% am stärksten vertreten. Aus Ungarn kommen sieben BlueChips (33%), für Tschechien verbleiben neun Unternehmen (24%). Im abgelaufenen Kalenderjahr 2004 konnte der CECE Composite Index EUR eine Kurssteigerung von 50% erzielen, während DAX und Euro Stoxx 50 mit einem Plus von 7% abschlossen. Eine bessere Entwicklung gegenüber den anderen beiden Indices wird auch für die kommenden Jahre erwartet, profitieren doch die drei größten Beitrittsländer, nach Meinung der Emittenten, von „den beispiellosen Chancen des sich öffnenden Marktes nach Europa“. Anlegern empfiehlt man das Zertifikat als Beimischung im Depot, um an den Wachstumschancen teilhaben zu können und um Kursschwankungen anderer Märkte möglicherweise ausgleichen zu können.

 

 

Getreidelager laufen über

In einem von den Ministern der Nachbarländer Ungarn, Tschechien, Slowakei und Slowenien mit unterzeichneten und von weiteren acht Mitgliedstaaten unterstützen Schreiben fordert Österreich die Europäische Kommission auf, "alle möglichen Maßnahmen" zur Entlastung des europäischen Getreidemarktes, und insbesondere in den europäischen Binnenstaaten ohne direkten Zugang zu Seehäfen, zu ergreifen. Man verweist auf die prrekäre Situation, dass Österreich 2004 eine um 25% größere Getreideernte eingefahren hat als im Jahr zuvor und sich in der EU insgesamt schon rund 10 Mio. t Getreide anhäufen, davon 6,7 Mio. t aus der Ernte 2004."Diese Menge ist vor allem in den Binnenländern schwierig unterzubringen und die Situation spitzt sich dadurch zu, dass in den neuen Mitgliedstaaten ein akuter Mangel an Lagerraum herrscht", so Umweltminister Josef Pröll (ÖVP) röll zum herrschenden Markt- und Preisdruck. Seine und die Forderungen der Initiative der Binnenländer richten sich nach Exporterstattungen der EU für Getreide.

 

 

Mitteleuropäische Biomassekonferenz

Der Großteil der insgesamt rund 300 ausländischen Konferenzbesucher zur Mitteleuropäischen Biomassekonferenz Ende Januar in Wien kamen aus den neuen EU-Ländern, insbesondere aus Polen und Ungarn, aus Slowenien, Tschechien und der Slowakei, freuten sich die Veranstalter. Die Biomassekonferenz startete mit Exkursionen zur Pelletsfabrik Leitinger (Preding), zum Bioenergie-Heizungshersteller KWB (St. Margarethen), weiters zu einem Leutschacher Weinbauern, der mit Bio- und Solarenergie seinen Wein kühlt, sowie zur Murecker Biodiesel-, Biogas- und Biowärmeanlage. Im Mittelpunkt der Beratungen standen der verstärkte Einsatz von Biotreibstoffen, Ökostrom und Ökowärme in Europa. An den jeweils parallel stattfindenden Plenarsitzungen referierten insgesamt 50 hochkarätige Biomasse- und Energieexperten aus Euroap und Amerika.  "Die Mitteleuropäische Biomassekonferenz soll nicht nur einen europaweiten Entwicklungsschub für Biotreibstoffe, Ökostrom und Ökowärme bringen, sondern auch die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Ost und West vertiefen. Zahlreiche heimische Unternehmen können als weltweite Technologieführer im Rahmen der Konferenz neue Geschäfte anbahnen und für einen Know-how-Transfer sorgen", erläuterte Mitveranstalter Fritz Unterpertinger. Besonders erfolgreich hätten sich die Energiepartnerschaften mit osteuropäischen Ländern entwickelt, so Unterpertinger.

 

 

Kunsthalle Krems 2005 mit Vásárely-Ausstellung

In Krems steht das Jahr 2005 für die Kunsthalle, 1995 unter Federführung des Architekten Prof. Adolf Krischanitz aus dem Gebäude einer alten Tabakfabrik entstanden, ganz im Zeichen des zehnjährigen Jubiläums. Dem nunmehr von Tayfun Belgin künstlerisch geleiteten Haus gibt das Jubiläumsjahr Anlass, ein ambitioniertes Programm zu präsentieren. Der Festakt zum zehnten Geburtstag der Kunsthalle Krems findet - gleichzeitig als Preview der Ausstellung "Renoir und das Frauenbild des Impressionismus" - am 31. März statt.Zuvor widmet sich die erste Ausstellung im Jahresprogramm 2005 - "Die Täuschung" - Victor Vasarely, dem wohl berühmtesten ungarischen Künstler des 20. Jahrhunderts. Geöffnet ist die Schau, die Hauptwerke aus den Vasarely-Museen in Budapest und Pécs vereint, vom 27. Februar bis 10. April.

 

 

Innovationspreis 2005 des EUREGIOforum ausgelobt

Dieser Innovationspreis wird seit 2002 einmal jährlich vom EUREGIOforum+, einem Zusammenschluss von Organisationen der Regionalentwicklung, die sich mit grenzüberschreitender Zusammenarbeit beschäftigen, vergeben. Als Sponsoren treten zudem die Casinos Austria, Kommunalkredit Austria AG und das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit auf. Die Aufgabenstellung des Preises wechselt jährlich und wendet sich an besonders innovative und gelungene grenzüberschreitende Projekte. Bis zum 13. Mai 2005 können sich Gemeinden, Vereine, regionale Initiativen oder andere Organisationen um die Auszeichnung bemühen. Das Motto für 2005: "Kommunen in Europa - Nachbarschaft und regionale Mitwirkung". Gefragt sind gemeinsame, grenzüberschreitende, offensive und zukunftsorientierte Strategien, “um den Herausforderungen in den unterschiedlichsten Bereichen gewachsen zu sein und die Chancen zu nutzen“. Infos, Bewerbungsunterlagen und weiteres findet sich auf www.euregioforum.at .

 

Wirtschaftskammer Niederösterreich vergab
EU-Erweiterungs-Award

Die Wirtschaftskammer NÖ (WKNÖ) vergab Ende November zum zweiten Mal den EU-Erweiterungs-Award an jene Klein- und Mittelbetriebe Niederösterreichs, “die die Chancen der EU-Erweiterung ergriffen haben und erfolgreiche wirtschaftliche Beziehungen zu den neuen Mitgliedsländern pflegen“. Als Sieger wurden die Firma Klosterquell - Ing. Kurt Hofer GmbH und das Unternehmen MultiData Software prämiert. Unter dem Namen "Dreh&Drink" vermarktet die Fa. Klosterquell eine Fruchtsaftlimonade in einer speziellen Schlauchbeutel- verpackung. Das Konzept weist einen Exportanteil von über 80% und einen europaweiten Absatz von mehr als 55 Mio. Flaschen jährlich auf und war der Jury so innovativ, dass man das Unternehmen im Bereich Produktion mit dem ersten Preis bedachte. In der Kategorie "Dienstleistung" gewann die Firma MultiData Software, die funktionelle, anwenderfreundliche Software für die Warenwirtschaft entwickelt. In den neuen EU-ländern ist MultiData mit eigenen Tochterunternehmen bzw. mit Vertriebspartnern vertreten. Die preiswürdige Spezialität: Software und Kundenbetreuung vor Ort in der jeweiligen Landessprache.

 

Rechtsschutzabkommen zwischen ÖGB
und ungarischen Gewerkschaften

Der ÖGB hat Ende November mit den sechs ungarischen Gewerkschaftsdachverbänden ein Rechtsschutzabkommen abgeschlossen. Da durch die EU-Erweiterung immer mehr Menschen in anderen Ländern tätig sind, sehen die österreichischen Gewerkschaften die Dringlichkeit mit ihren ungarischen Pendants enger zusammen zu rücken. ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch betonte in diesem Zusammenhang: “Das Serviceangebot der Gewerkschaften muss grenzüberschreitend sein. Wir leisten mit diesem Abkommen einen Beitrag zu dem vom Europäischen Gewerkschaftsbund proklamierten 'Europäischen System der Arbeitsbeziehungen' ". Bei seinem Besuch in Budapest zur Unterzeichnung des Abkommens traf sich Verzetnitsch auch mit dem ungarischen Arbeitsminister Gábor Csizmar zu einem
Informationsaustausch. Zwischen den ungarischen Gewerkschaftsverbänden und dem ÖGB sowie seinen Gewerkschaften gibt es schon seit vielen Jahren intensive Kontakte und Kooperationen, unter anderen den Interregionalen Gewerkschaftsrat zwischen Westungarn und dem Burgenland. Wieviel diese Kooperation in der Praxis wert ist, könnte sich bald, bei der anstehenden ersten Überprüfung der Bedingungen für eine Arbeitnehmerfreizügigkeit seit dem EU-Beitritt Ungarns herausstellen, bei der es nicht nur um das ob und das wann, sondern, laut Gewerkschaften, auch um die Einbindung sozialer Mindeststandards gehen soll.

 

10. Tagung der Österreichisch-Ungarischen Kulturkommission

Anfang Dezember fand in Wien die 10. Tagung der “Gemischten Kommission der Republik Österreich und der Republik Ungarn“, gemäß dem österreichisch-ungarischen Kulturabkommen 1976, statt. Dabei wurde das Arbeitsprogramm für die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern für die Zeit von 2005 bis 2007 auf den Gebieten Wissenschaft und Hochschulwesen, allgemeinbildendes und berufsbildendes Schulwesen, Erwachsenenbildung und LehrerInnenfortbildung sowie Fragen der Kultur, Kunst, Jugend und des Sports beschlossen. Eine stärkere Zusammenarbeit der österreichischen Bundesländer und der ungarischen Komitate, auch außerhalb des Grenzgebietes, wurde ebenso angesprochen wie etwa eine Unterstützung der Aktivitäten der Plattform Kultur Mitteleuropa. Die nächste Tagung der Gemischten Kulturkommission soll Ende 2007 in Budapest stattfinden.

 

Treffen der Salzburg-Gruppe

(WLL-11/2004) Österreichs Innenminister Ernst Strasser traf kürzlich in Prag mit den Amtskollegen der Salzburg-Gruppe (Slowenien, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Polen und Österreich) zusammen. In den Gesprächen wurde die Öffnung der EURODAC-Datenbank für polizeiliche Zwecke, der grenzüberschreitende Austausch von Polizeidaten, künftige EU- Erweiterungsrunden sowie der für 2007 geplante Beitritt der neuen EU-Mitgliedstaaten zum Schengen-Abkommen erörtert. Strasser unterzeichnete zudem ein Rückübernahmeabkommen mit Tschechien, das die Rückführung von Asylbewerbern in sogenannte sichere Drittstaaten erleichtert.
 

Österreich denkt auch über Gefängnisbau in Ungarn nach

(WLL-11/2004) In einem Interview mit dem Wiener Magazin NEWS nahm die neue Justizministerin Karin Miklautsch zu der als problematisch angesehenen Situation des heimischen Strafvollzuges Stellung. Sie fordert zur Lösung eine Weiterführung der Idee von Auslands-Gefängnissen. Miklautsch: "Mittelfristig müssen wir neuen Haftraum im In- aber auch im Ausland schaffen." Miklautsch denkt dabei an Länder wie Tschechien, Polen und Ungarn, wo in Österreich straffällig gewordene Täter die Haft absitzen könnten. "Das", so die Ministerin, "würde eine enorme Kostenersparnis für Österreichs Steuerzahler bedeuten." Demnach koste ein Häftling hierzulande 100 Euro pro Tag, in Rumänien etwa aber nur zehn Euro. Außerdem würde laut Miklautsch durch die Auslagerung der Haftanstalten die "Resozialisierung" der Insassen erleichtert. Die erste dieser Haftanstalten wird ab Juni 2005 zirka 150 Kilometer südöstlich von Bukarest in Bau gehen. Inwieweit schon konkrete Absprachen mit Ungarn zu diesem Thema bestehen, erklärte die Ministerin nicht.

 

Bildungsabkommen

(WLL-11/2004) Österreichs Bildungsministerin Elisabeth Gehrer hat mit Ungarn, der Slowakei und Slowenien eine Bildungskooperation mit Schwerpunkt bei Universitätsreform und Berufsbildung und HIlfen bei der Kommunikationstechnologie geschlossen. Dazu wurde in Wien ein “Memorandum of Understanding“ unterzeichnet. "Durch die engere Zusammenarbeit wollen wir uns gemeinsam besser auf Entwicklungen in der EU vorbereiten und auch gemeinsame Stellungnahmen abgeben, um stärker zu werden", so Bildungsministerin Elisabeth Gehrer. Dazu wurde konkret die Einführung von so genannten "Joint Degrees" und "European Master Degrees" vereinbart. Um die Vergleichbarkeit von Berufsabschlüssen zu erleichtern, soll ein Katalog aller als gleichwertig zu betrachtenden Diplome und Abschlusszeugnisse der vier Länder erstellt werden. Langfristig sollen gemeinsame Abschlüsse für die regionalen Arbeitsmärkte entwickelt werden.

 

Wirtschaftskriminalität boomt

(WLL-11/2004) Wiens Polizeipräsident Peter Stiedl kommt zu dem Fazit, dass die neuen EU-Staaten durch grenzüberschreitende Wirtschaftskriminalität bisher deutlich mehr Schaden erlitten haben, als Österreich und die “alte EU“ durch Verbrecher aus dem Osten. Es seien vor allem die “Gauner in Nadelstreifen“, die, mit Hilfe von Komplizen vor Ort, als Vermögensberater, Sanierer oder Privatisierer getarnt im Osten ihr Unwesen trieben. Zwar sei in Österreich eine rapide Zunahme von Ladendiebstählen durch ungarische, rumänische, jugoslawische und andere Täter zu verzeichnen, doch stelle die organisierte Wirtschaftskriminalität von West nach Ost diese Schadenssummen bei weitem in den Schatten.

 

Österreichs Einstieg in den ungarischen Strommarkt

(WLL-11/2004) Mit der APT-Hungaria hat der Verbund, Österreichs führendes Elektrizitäts- unternehmen, seine nunmehr fünfte Niederlassung in Europa - nach Deutschland, Italien, Polen und Slowenien - gestartet. Binnen drei Jahren soll das ungarische Geschäftsvolumen - in Abhängigkeit von der weiteren Liberalisierung des ungarischen Strommarkts - auf 1 Mrd. Kilowattstunden anwachsen. Das entspräche einem Marktanteil von ca. 3 %. Die APT-Hungaria zielt aber auch über den ungarischen Strommarkt hinaus auf den gesamten südosteuropäischen Raum, heißt es aus der Unternehmensleitung. Denn seit 10. Oktober 2004 wurden die seit dem Balkankrieg ab 1991 getrennten Stromnetz-Zonen Europas wiedervereint. Dadurch ergeben sich via Ungarn auch bessere Möglichkeiten für den Stromhandel mit Rumänien und Serbien.

 

Erste Bank gewinnt durch Ostgeschäfte

(WLL-11/2004) Die Gewinne aus den Osteuropa-Niederlassungen übersteigen bei der Ersten Bank mittlerweile jene des Österreichgeschäftes, teilte das Finanzhaus mit. So sei das Nettoergebnis in Österreich auf 171,3 (Vorjahr: 115,7 Mio Euro) gestiegen, während der in der Region Zentraleuropa 232,4 (136,7) Mill. Euro erwirtschaftet werden konnten. In Zentraleuropa erzielten die Töchter in Tschechien, Ungarn und der Slowakei den Angaben zufolge steigende Überschüsse. In Ungarn sei der aktuelle Wert von 19,6 Mio. Euro mit dem des Vorjahres (9,6 Mill. Euro) auf Grund der Einbeziehung der Postabank zum 1. Januar 2004 allerdings nicht vergleichbar. Insgesamt erwartet die Erste Bank 2004 hier aber auf Grund der “reibungslos“ verlaufenden Integration der beiden Einheiten sowie der über Plan liegenden Geschäftsentwicklung ein positives Ergebnis.

 

Mehr Venture Capital

(WLL-11/2004) Laut einer Studie des europäischen Venture Capital Branchenverbandes EVCA wurden in den vergangenen 15 Jahren rund sieben Mrd. Euro durch spezialisierte Beteiligungsfonds in der Region Ostmitteleuropas investiert. Laut EVCA flossen den in Osteuropa investierenden lokalen Fonds im vergangenen Jahr 311 Mio. Euro zu, nach 243 Mio. Euro im Jahr zuvor. Dabei sind aber die Finanzinvestoren, die aus Westeuropa und Nordamerika heraus operieren, nicht berücksichtigt. Deshalb liegen die realisierten Beteiligungen mit 448 (273) Mio. Euro auch deutlich höher. Schwerpunkte der Investitionen waren Polen, Ungarn und Rumänien. Insgesamt haben bis heute rund 900 Unternehmen außerbörsliches privates Eigenkapital erhalten. In Zukunft sei parallel zum Abbau bürokratischer Hemmnisse mit hohen Wachstumsraten zu rechnen, heißt es in der Studie weiter. Die Renditeerwartungen der Investoren liegen in der Regel zwischen 20 und 30 Prozent. Der Großteil der Mittel wird nach Ansicht von Branchenexperten auch in Zukunft auf den Herauskauf von Konzernteilen und Expansionsfinanzierungen entfallen.

 

Erste Bank legt Forint-Fonds auf

(WLL-11/2004) Die österreichische Fondsgesellschaft Erste Sparinvest hat einen neuen Geldmarktfonds aufgelegt der den Anleger höhere Zinsen verspricht. Der neue Espa Cash Forint soll den Anlegern eine Alternative zu den derzeit sehr niedrigen Zinsen im Euro-Raum bieten, teilte die Investmentgesellschaft mit. Es handele sich dabei um den ersten derartigen Cashfonds in Österreich. Der Espa Cash Forint investiert am Geldmarkt und in geldmarktnahe Staats- und Finanztitel in Ungarischen Forint (HUF) und biete aus heutiger Sicht eine Ertragserwartung von ca. 10 % p.a. in lokaler Währung für die nächsten 12 Monate, so die Mitteilung der Erste Sparinvest. Das Ergebnis der Veranlagung unterliegt dem Wechselkursrisiko (Euro zu Forint) sowie dem Zinsänderungsrisiko. Die Zeichnungsfrist (zum Ausgabepreis 100,75 Euro) hat am 11.11.2004 begonnen und dauert bis 19.11.2004. Die aktuellen Geldmarktzinsen in Ungarn liegen um etwa 8 % über jenen von Euroland. Die Inflation bei um 6,5%.

 

Direkte Zugverbindung zwischen Wien und Pécs

(WLL-11/2004) Der Regionale Entwicklungsrat Südungarn sowie die Stadt Pécs verkündeten im Wiener Collegium Hungaricum die Eröffnung einer direkten Zugverbindung zwischen Pécs und Wien ab dem 13. Dezember 2004. Die Verbindung der beiden Städte hat für Pécs auch im Hinblick auf die Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt eine grosse Bedeutung. Weiterhin verspricht man sich davon eine allgemeine Belebung des Tourismus in der südungarischen Stadt. An der Präsentation nahmen neben Vertretern der beteiligten Bahnunternehmen, ÖBB, MÁV und GYSEV auch der Planungsrat der Stadt Wien, Rudolf Schicker teil, was den Stellenwert dieser Maßnahme unterstreicht.

 

Verkehrsbüro aquiriert nach Osten

(WLL-11/2004) Das Österreichische Verkehrsbüro übernahm von der bayerischen Landesbank die Reisebürokette Ruefa Reisen. Der Kaufpreis soll bei knapp über 20 Millionen Euro liegen, verlautet aus Branchenkreisen. Ruefa zählt zu den führenden heimischen Reisebüroketten und verfügt in Österreich, Ungarn, der Slowakei, Tschechien und Polen über 120 Standorte (90 davon in Österreich) und beschäftigt 413 Mitarbeiter. Der Umsatz ging im Geschäftsjahr 2002/03 von 176 auf 171,5 Millionen Euro zurück, im laufenden Geschäftsjahr (per Ende Oktober) wird ein Umsatz von 221 Millionen Euro erwartet. Das Verkehrsbüro hat aktuell 121 Reisebürostandorte, der gesamte Konzern hat 2003 mit 3500 Mitarbeitern 553,8 Millionen Euro umgesetzt. Neben den Reisebüros gehören auch das Werbecenter Austria, die Austropa Interconvention, die Pachtbetriebe der Hotellerie sowie 58 Gastronomie- und Verpflegungsbetriebe zum Verkehrsbüro.

 

Pago startet durch

(WLL-11/2004) Der österreichische Fruchtsafthersteller Pago will in drei Jahren 30 Prozent Marktanteil in der Gastronomie in den Nachbarländern erreichen. Dahingehend seien entsprechende Testläufe in Ungarn, Tschechien und der Slowakei absolviert worden, wobei “die Erwartungen übertroffen wurden“. Das Unternehmen, das zur Brau Union gehört, die wiederum Teil des Heineken Konzerns ist, plant auch weitere Schritte die “noch tiefer in den Osten führen“, so Regionalchef Emberger. An erster Stelle stehen für die Markteroberung sogenannte Alternative Trade Channels, wie Tankstellen oder Kaffeehäuser. Die Entscheidung, auch in den Einzelhandel zu gehen, würde erst nach dem Erfolg der ersten Maßnahmen entschieden. Pago setzte im Geschäftsjahr 2003 rund 120 Mio. Euro um und verkaufte in ganz Europa 84 Mio. Liter Fruchtsäfte. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 360 Mitarbeiter.

 

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