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Wiener Leut´
Wir sind (wieder) Kaiser...
...und manche denken tatsächlich, es handelt sich dabei nur um eine Kabarettshow.
Es hatten ja viele schon vermutet. Österreich spielte immer nur Demokratie. Irgendwann, so munkelte man an Stammtischen und in den Kaffehäusern, irgendwann
wird sich jemand vor das Volk stellen und rufen: "Übung beendet!"
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Die Teilrepublik
Den Ungarn geht es viel besser als sie glauben wollen. Vor allem was die Politik betrifft. Freund und Feind sind gut erkennbar, da
herrschen klare Fronten. - Nicht so in Österreich. Seit unserem letzten Feuilleton über die Stände und Zustände blieb, bis auf den Wohlstand der Wohlständigen, nicht ein politischer Stein auf
dem anderen. Was bisher geschah...
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Alles im Fluss
Freilich, an manchen Stellen schäumt es, an manchen Stellen stinkt es, doch dies sind höchstens "ästhetische Probleme". So wie der Zusammenfluss von
Raab und Lafnitz von der Natur herbeigeführt und irgendwo auch wieder enden wird, geht das auch mit der Großen Koalition hierzulande.
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Feuilleton Gulaschkanoniker
Eine kleine k+k Gulaschkunde
Ach, weisst Du Laci, Du kannst mir erzählen was Du willst, das beste Gulasch gibts ja doch nur in Wien. - Mag sein, Leopold, doch haben
wir das beste Pörkölt der Welt, das genügt uns schon...
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Zwei Döschen im Dreivierteltakt
Nachdem sich in Wien nach dreimonatigem Zieren der Braut eine Regierung angefunden hat, herrscht allgemeine Erleichterung, denn nun kann man sich endlich
wieder den wichtigen Dingen des Lebens zuwenden. Der Ballsaison.
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Kopflastig
Wien ist die "Headquarter"- Metropole Europas
In Wien siedeln sich, den Osten vor Augen, nach wie vor viele Firmen an, doch Geld investieren sie wenig.
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Straßenbau vor Völkerrecht
Vor einhundert Jahren wurden Bosnien und Herzegowina von Österreich-Ungarn annektiert. Des Kaisers Sohn und die Industriellenvereinigung feiern dies heute noch als
Infrastrukturprojekt.
"Ich habe Mich bestimmt gefunden, die Rechte Meiner Souveränität auf Bosnien und Herzegovina zu erstrecken und die für Mein Haus geltende
Erbfolgeordnung auch für diese Länder in Wirksamkeit zu setzen..."
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Imperiale Schlüpferschau
Ob in Ungarn oder Österreich - mit Sisi wird auf beiden Seiten der Leitha in allen nur erdenklichen Aggregatzuständen Kasse gemacht. Derweil gespenstert das alte
Habsburgerreich durchs Parlament. Ein Besuch bei den Imperialdemokraten.
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Beerdigung erster Klasse
Vom Aktionisten zur Mozartkugel?
Hermann Nitsch bekommt ein Museumsmausoleum in Mistelbach, hinter den sieben Bergen und wird darin zu Tode gekuschelt. Derweil widmet ihm die
heimische Konditorenzunft rot getünchte Trüffelpralinen - ein Nachruf.
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60 Millionen für Schloss Eisenstadt
Das Burgenland und das "Fürstentum" Esterházy realisieren die Generalsanierung des Schlosses Eisenstadt sowie die Erweiterung der Angebote um Gastronomie,
ein Hotel und sogar ein Zeitgenössisches Museum - der Knatsch um Fürstin und Verwandtschaft tritt in den Hintergrund
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Kredite für Kreditunwürdige
Die ERSTE Bank Österreich ermöglicht mit einer Anleihe nun erstmals auch Privatanlegern an der Unterstützung aktiver Armutsbekämpfung
gewinnbringend teil zu haben - Gleichzeitig will man in Rumänien und anderen Ländern des Ostens selbst in das Microfinance-Geschäft einsteigen...
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Der Wiener Lloyd ist eine Beilage des PESTER LLOYD Impressum
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Im Prater blüh´n wieder...
Der 1. Mai in Wien
Während andernorts der Aufstand zumindest geprobt wurde, hat man in Wien den 1. Mai zur Folkore demoliert. Statt Klassenkampf gibt es Zielgruppenpenetration in
Richtung EU-Wahlkampf. "Der Osten" dient dabei gleichermaßen als Erfolgsstory wie Angstmacher.
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Balkanfieber - Pandemisches Paradoxon
Vom 30. März bis 9. Mai wird das "erste, größte und stilistisch vielfältigste Balkanmusikfestival Europas" in Wien über die Bühnen gehen.
Das Balkanfestival in Wien pflegt das Fieber nun in seinem sechsten Jahr. Die Kenntnis und der Geschmack der Veranstalter verhinderten bisher, dass die ganze
Sache in ein kitschiges Folklorestadl abgerutscht ist und eine Empfehlung der ganz eigenen, eben Wiener Art ist und bleibt.
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„Kulturhaupstadt des Führers“
Eine beispielhafte Ausstellung in Linz
Linz wird europäische Kulturhauptstadt 2009. „Nicht zum ersten Mal steht Linz im Brennpunkt europäischer Kulturpolitik“, lesen wir zur Ausstellung im
Schlossmuseum oberhalb der Donau. Die einstige Hauptstadt des Reichsgaues Oberdonau war nämlich Liebling Adolf Hiltlers.
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Ein Haydnjahr zum Preis von zweien
Die Burgenländische Doppelmonarchie zeigt sich wieder in voller Pracht
Die milliardenschweren Esterházy-Stiftungen veranstalten 2009 eine Art Gegen-Haydnjahr. Anstatt an die Landes- und Bundesprojekte anzukoppeln, werden mit
einem Budget von 2 Mio EUR zum Teil regelrechte Parallelstrukturen aufgebaut, auch wenn hier und da von Kooperation gesprochen wird.
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Vergessen Sie den Ostblock... !
An der Wiener Wirtschaftsuniversität (WU) studieren hunderte junger Leute aus Osteuropa.
Wir sprachen mit Austauschstudenten aus der Slowakei und vom Westbalkan über ihre Beweggründe, Erfahrungen und Enttäuschungen. Prof. Arnold Schuh, Direktor
des "CEE Competence Centers" der WU erklärt, warum es österreichsiche Absolventen in Zukunft schwer haben werden auf dem CEE-Arbeitsmarkt.
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Guter Türke, böser Ungar
Der Bericht über die "Fremdenkriminalität" in Österreich stellt sich selbst ad absurdum, wirft aber ein bezeichnendes Licht
auf das von Kriminellen bedrängte kleine Land.
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Schärfen Sie Ihr Ostgeschäft!!! www.pesterlloyd.net
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Haydn-Aufwand
Einen Haydn-Aufwand betreibt Österreich einmal wieder um einen toten Musikus. Noch ist das Mozartjahr gerade ausgeklungen, da nehmen dieser Tage die Planungen
zu den Feiern anlässlich des 200. Todestages des Komponisten Joseph Haydn im Jahre 2009 konkretere Gestalt an.
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Fest des Flirtens und der Bosheit
Shakespeares "Viel Lärm um nichts" am Wiener Burgtheater als unterhaltsamer Beweis einer Regiekrise
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Das kleine Glück des Bakteriums im Darmtrakt der Termite
René Pollesch: "Das purpurne Muttermal" - UA am Wiener Akademietheater
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Geschichte: Das Mordfest auf Schloß Batthyány Suche nach einem Massengrab und der Mitschuld der Gräfin Batthyány
Erweiterte Grabungen der Uni Wien und des österreichischen Innenministeriums sollen die Gräber von rund 180 ermorderten ungarisch-jüdischen
Zwangsarbeitern im südburgenländischen Rechnitz offenlegen. Alte Prozeßakten und eine Filmrecherche zeigen die zumindest die Mitwisserschaft der Grafenfamilie Batthyány in dieses Verbrechen und
legen der Verdacht der Fluchthilfe für die Mörder nahe
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